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Wie Bonsai, werden auch Koi in Deutschland immer bekannter. Es gibt wohl kaum einen japanischen Garten in Deutschland ohne Koi-Teich. Was sind das für Fische?
Herkunft Koi ist das japanische Wort für Karpfen.
Das was wir mit Koi bezeichnen, wird in Japan Nishikigoi - farbiger Karpfen genannt. Seit über 2000 Jahren werden Karpfen gezüchtet. In der Provinz Niigata westlich von Tokio spezialisierte man sich aber vor 150-200 Jahren auf die Weiterzucht von auftretenden Farbmutationen.
Koi haben nichts mit Goldfischen zu tun. Deren Stammform ist die Goldkarausche (Carassius auratus). Stammform der Koi ist der Wildkarpfen (Cyprinus carpio).
Einfache Karpfen? weit gefehlt. Genau wie bei Bonsai gibt es unzählige Varianten und Farbmuster. Perfekte Tiere und weniger perfekte. Sowohl beim einen
wie beim anderen sind die Perfekten finanziell kaum mehr erschwinglich.
Apropos Finanzen Sofern es keine
Tategoi sein müssen, das sind Jungfische mit hohem Potential sich später zu Spitzenkoi zu entwickeln, so sind diese noch bezahlbar. Was kräftig an den Geldbeutel geht, sind die Kosten für den Teich und den
Unterhalt und damit meine ich nicht das Futter.
Ein Koiteich hat nichts, aber auch gar nichts mit einem normalen Garten- teich zu tun. Zwar würden sich wohl die Koi darin sehr wohl fühlen, denn Koi gründeln sehr gerne auf der Suche
nach Futter im Teichschlamm (sie haben dafür sogar ein spezielles Sinnesorgan, ihre vier Oberlippen- Barteln). Bedingt dadurch fühlen sie sich in trübem Wasser sehr wohl. Ich glaube aber nicht, daß Ihnen
das gefallen würde.
Deshalb muß ein Koiteich an dem auch Sie Ihre Freude haben, ganz anders aussehen (siehe Teich-Seite).
Haltung und Pflege Koi können bei guter Haltung (sprich Wasserqualität) und Pflege sehr alt werden. 30, 40 oder 50 Jahre sind in Japan keine Seltenheit.
Berücksichtigen muß man allerdings, daß Koi aufgrund Ihrer extremen Mutationsfarbzüchtungen und der Haltungsart nicht gerade unempfindlich sind. Regelmäßig muß das Wasser geprüft werden um eventuell noch
rechtzeitig Maßnahmen ergreifen zu können.
Ich möchte Sie nicht erschrecken, ich möchte nur, daß Sie nicht aus einer Laune heraus sich in das Abenteuer “Koi” stürzen. Denn nicht nur Sie hätten
darunter zu leiden, sondern auch Ihre Fische. Und das wäre schade, denn für mich gibts nichts schöneres als ein Fisch der sich wohlfühlt, sich sogar streicheln lässt oder aus der Hand Futter nimmt.
Ein richtiges “Haustier” eben !
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